09. November 2013 Einweisung B15 Neu „Augen immer auf den Verkehr richten!“ Gemeinsame Schulung auf B15 neu der Feuerwehren mit Polizei und Autobahnmeisterei Autobahnpolizei, Autobahnmeisterei und die Feuerwehren aus Neufahrn und Ergoldsbach haben am Samstagvormittag eine gemeinsame Schulung auf dem noch nicht geöffneten Streckenabschnitt der B15 neu zwischen Neufahrn und Kläham abgehalten. Angenommen wurde ein Autounfall in Höhe der Oberdörnbacherbrücke bei Kilometer 26. Als „zwingen notwendig“ bewertete Hermann Zöttl, Leiter der Autobahnpolizeistation in Wörth, die gemeinsame Übung auf der B15 neu mit rund 40 Teilnehmern. Darunter waren neben Polizei und Feuerwehr auch Vertreter der beiden Autobahnmeistereien Pentling und Wörth, deren Zuständigkeitsbereiche sich in Neufahrn am Salzlager treffen. „Wir sind auf eine enge Zusammenarbeit mit den Helfern vor Ort angewiesen“, so Zöttl. Nach einer solchen Schulung laufe das professionell, man kenne sich persönlich und wisse, wer der Ansprechpartner ist. Initiiert hatte die gemeinsame Übung stellvertretender Kommandant Siegfried Bauer von der Feuerwehr Ergoldsbach. Er habe überall offene Türen angetroffen, sagte Bauer. Am Samstag waren nur Kommandanten, Gruppenführer und Maschinisten dabei, auch KBM Ludwig Zellmer und Bürgermeister Ludwig Robold waren als Aktive bei. Die Übungsteilnehmer sollen als Multiplikatoren Ende November ihr Wissen, das sie in der zweistündigen praktischen Übung am Samstag vertiefen konnten – an die anderen Feuerwehrkameraden weitergeben, so FFW Ergoldsbach-Kommandant Manfred Ingerl. Während die Ergoldsbacher Kollegen beobachteten, konnten die Neufahrner bereits den Umgang mit dem Verkehrssicherungsanhänger (VSA) praktisch vorzeigen und Einzelheiten beim Absichern der Unfallstelle mit Hilfe der Kollegen von Polizei und Autobahnmeisterei verbessern. Denn das erste Einsatzfahrzeug mit dem blinkenden VSA sperrt in erster Linie den Unfallort ab und schafft einen „sicheren Arbeitsplatz“ für die nachfolgenden Rettungskräfte. Hierbei sei es wichtig, dass das Fahrzeug und die Personen sich langsam zum Unfallort vortasten, meinte Norbert Meier, Polizeihauptkommissar aus Mainburg und Trainer. Das Lenkrad bei diesem Fahrzeug soll nach rechts eingeschlagen werden, damit bei einem Aufprall nicht die vorne am Unfallort arbeitenden Kräfte gefährdet werden, sondern das Fahrzeug in Richtung Leitplanke geschleudert wird. Bei einer nötigen Vollsperrung sei eine optische Barriere, ein Fahrzeug als „Rammbock“, wichtig. Die Verantwortlichen vor Ort müssten immer zuerst für die Sicherheit der Kollegen entscheiden und die „Augen auf den Verkehr richten“. Auf bereits länger bestehenden Autobahnen bilde sich nach einem Unfall schnell en Stau, der auch als Barriere den nachfolgenden Verkehr abhalte. Die Geschwindigkeit auf der neuen Bundesstraße dürfe nicht unterschätzt werden, so Thomas Krieglstein von der Autobahnpolizei Wörth, deshalb sei es wichtig immer die Augen rückwärts auf den Verkehr zu richten. Hilfreich ist hier die Öffnung der Gitter am Verkehrssicherungsanhänger für den möglichen Blick nach hinten. Die Bereichsfolge bei einer Alarmierung der Feuerwehren auf der Strecke zwischen Neufahrn und Kläham, die Anfahrtszeiten der Rettungsdienste und die Löschwasserversorgung sprach Kreisbrandmeister Ludwig Zellmer während der Schulung an. „Wenn Ergoldsbach mit vier Fahrzeugen und Neufahrn mit drei Fahrzeugen zur Verfügung steht, ist das super gelaufen. „Zellmer teilte erfreut mit, dass die Regierung nun für ein größeres Tanklöschfahrzeug für den Standort Neufahrn die Zustimmung erteilt habe. Denn brennt beispielsweise ein Laster, müssen 7000 Liter Löschwasser vor Ort sein. Damit würden fünf Löschfahrzeuge benötigt. Das bedeutet wiederum, dass die Feuerwehren bis Hohenthann und Oberroning zum Einsatz gerufen werden müssten. Text und Bilder Landshuter Zeitung --- Durch Klick auf die Bilder öffnen sich diese vergrößert ---