Geräte zur Kommunikation Auf dieser und den anderen verwandten Seiten zur Brandbekämpfung und Technischen Hilfeleistung wollen wir Ihnen lediglich einen Auszug aus den der Feuerwehr Neufahrn zur Verfügung stehenden Gerätschaften geben. Selbstverständlich können wir Ihnen nicht jede Gerätschaft hier vorstellen, aber dies sollte auch einen Auszug der besonderen Geräte sein. Zur Kommunikation werden alle die Geräte und Einrichtungen gezählt, die im weitesten Sinne zur Kommunikation dienen. Also alle die, die zur Alarmierung der Einsatzkräfte, der Übermittlung von Einsatzdaten, oder zur Verständigung untereinander beziehungsweise zur Leitstelle zählen.   Meldeempfänger (Analogfunk) Analoge Meldeempfänger werden bei der Feuerwehr Neufahrn bereits seit ca. 1989 eingesetzt. Sie waren grundsätzlich als Ergänzung zur Sirenenalarmierung gedacht. Das derzeit verwendete Modell ist der Quattro Mi” der Firma Swissphone. Über diesen analogen Meldeempfänger  ist es je nach Programmierung möglich, Alarmierungen verschiedener Schleifen zu erhalten, als auch nach einer Alarmierung die Einsatzdurchsage mit dem Einsatzstichwort, dem Einsatzort und den mitalarmierten Feuerwehren zu hören. In der Feuerwehr Neufahrn besitzt ein jeder Feuerwehrangehöriger einen Funkmeldeempfänger. Einen Vorteil zur Alarmierung über Sirene stellt die höhere Reichweite des Empfangsradius dar. Die Sirene ist lediglich im Ortsbereich Neufahrn zu hören und eindeutig zuzuordnen, wohingegen der Meldeempfänger im gesamten Landkreis Landshut, sowie einige Kilometer in die angrenzenden Landkreise Alarmierungen empfangen kann. Nach einer Alarmierung über den Meldeempfänger ist es einem jeden Feuerwehrdienstleistenden außerdem möglich, aufgrund des Alarmstichwortes und den mitalarmierten Wehren, sich schon auf der Anfahrt ein Bild des Einsatzes zu machen und auch bei weniger dringlichen Fällen sich mehr Zeit bei der Einsatzfahrt zu lassen. Dennoch wird fest an der Alarmierung über Sirene festgehalten, da es nicht einem jeden Angehörigen immer möglich ist seinen Meldeempfänger mitzuführen. Sirenenalarmierung In der Feuerwehr Neufahrn wird im Gegensatz zu vielen anderen Feuerwehren fest an der Alarmierung über Sirene festgehalten. Zwar ist es möglich Alarmierungen über die Meldeempfänger zu erhalten, jedoch führt nicht ein jeder Feuerwehrdienstleistender Tag und Nacht ständig seinen Piepser, wie er auch umgangssprachlich genannt wird, mit. Für die Alarmierung der Feuerwehr Neufahrn gibt es im Ortsbereich insgesamt drei Sirenenanlagen. Eine davon befindet sich auf dem Gerätehaus, eine weitere auf der Staatlichen Realschule und die dritte ist auf dem Gebäude der alten Schule neben bei der katholischen Kirche angebracht. Eine Besonderheit stellt ein Alarmumsetzer in der jetzigen Grundschule dar. Dort ist ein Alarmumsetzer eingebaut, der eine einkommende Alarmierung für die Feuerwehr Neufahrn erkennt, verarbeitet und ein verstärktes Alarmsignal noch einmal aussendet. Daher kann es sein, dass bei manchen Angehörigen der Meldeempfänger noch ein paar Sekunden vor der eigentlichen Sirene seinen Alarm aussendet. In früheren Jahren hatte der Sirenenalarm noch mehrere Bedeutungen, wie in Zeiten des zweiten Weltkriegs. In der jetzigen Zeit werden allerdings nur noch 3 verschiedene Sirenensignale verwendet. Unterschieden wird dabei in Signale für die Bevölkerung und Signale für die Feuerwehr. 1.Feuerwehralarmierung: Für die Alarmierung der Feuerwehren wird ein einminütiger Dauerton, der zweimal unterbrochen wird, verwendet. Dieser richtet sich nicht an die Bevölkerung, sondern an die Feuerwehren. Für die Bevölkerung hat dieser nur die Bedeutung, im folgenden auf Fahrzeuge in Blaulicht und Martinshorn zu achten und sich diesen gegenüber rücksichtsvoll und vorhersehbar zu verhalten. Einmal im Monat, dem ersten Samstag im Monat, wenn dieser kein Feiertag ist, wird gegen ca. 10:30 Uhr ein brandinspektionsweiter (Aufteilung des Landkreises in drei Bereiche) Probealarm durchgeführt. Dieser richtet sich weder an die Bevölkerung, noch an die Feuerwehren, es wird lediglich die Funktionstüchtigkeit der Sirenenanlagen und der Meldeempfänger getestet. 2. Warnung der Bevölkerung: Für die Bevölerung wird unteranderem ein einminütiger Heulton verwendet. Dieser wird nicht bundesweit verwendet, hat aber für die Bevölkerung die Bedeutung eines hohen Gefahrenrisikos. Grund für diesen Ton können mehrere Gefahren, wie zum Beispiel ein atomares Ereigniss sein. Nach diesem Ton sollten die Rundfunkgeräte eingeschaltet und auf Durchsagen geachtet  werden. Die Entwarung für diesen Katastrophenalarm ist ein einminütiger gleichbleibender Dauerton. Fahrzeugfunkgeräte (Digitalfunk) Als Fahrzeugfunkgeräte werden die in den Fahrzeugen fest verbauten Funkgeräte bezeichnet. Mit Ihnen ist es möglich zwischen allen Funkgeräten, sofern diese den gleiche Kanal (z.B. LA#, Rgbg#, SR#) benutzen, und der Leitstelle zu kommunizieren. In der Feuerwehr Neufahrn sind in allen Fahrzeugen digitale Funk-Hauptgeräte des Herstellers Motorola eingebaut. Gesendet wird mit diesen Funkgeräten im Landkreis Landshut auf dem TMO Kanal LA# und an der Einsatzstelle untereinander auf den DMO Kanälen 307, 309 und 310. Mit dem Statusgeber ist es einerseits möglich den Funkverkehr zu hören, als auch sich selbst daran zu beteiligen. Einen Vorteil zu früheren Geräten mit lediglich einer Hör- und Sprechfunktion stellt die Möglichkeit eines Statusgebens dar. So ist standardmäßig, in der Ruhephase des Fahrzeugs im Gerätehaus mit Alarmbereitschaft, der Status 2 gesetzt. In der Leitstelle in Landshut wird dem zuständigen Disponenten das entsprechende Fahrzeug mit grün angezeigt, mit der Bedeutung, dass im Falle eines Einsatzes auf dieses Fahrzeug zurückgegriffen werden kann. Im Falle eines Einsatzes kommt jeder Feuerwehrdienstleistende ins Gerätehaus und die alarmierten Fahrzeuge rücken aus. Nach Einschalten des Funkgerätes wird der Status auf 3 gesetzt, in der Leitstelle wird daraufhin dem Disponenten angezeigt, das beispielsweise das HLF besetzt ist und sich auf der Einsatzfahrt befindet. Bei Ankunft am Einsatzort wird dann vom Gruppenführer der Status 4 gedrückt, mit der Bedeutung, dass dieses Fahrzeug den Einsatzort erreicht hat. Der Vorteil gegenüber dem alten System mit ständigen Funkkontakt ist zum Beispiel, dass der Funkverkehr für wesentliche Gespräche freigehalten werden kann. Falls beispielsweise noch mit der Leitstelle Kontakt aufgenommen werden soll, dieser aber auf Funksprüche nicht reagiert kann der Status 5 gedrückt werden, durch diesen erkennt der Disponent den Sprechwunsch des ausgehenden Fahrzeuges (Ihm wird das genaue Fahrzeug angezeigt).   Handsprechfunkgeräte (Digitalfunk) Als Handsprechfunkgeräte werden die örtlich beweglichen Funkgeräte  bezeichnet. Mit diesen Funkgeräten können alle Mitglieder einer Löschgruppe untereinander, aber auch mit allen anderen Kräften im Einsatz und der Leitstelle kommuniziert werden. Unterschieden wird bei den Handsprechfunkgeräten, wie bei den Fahrzeugfunkgeräten auch, in 2 Hauptkanäle TMO und DMO. Der TMO Kanal wird für Allgemeine Funkkontake der Fahrzeuge, der Führungskräfte und der Leitstelle genutzt. Bei überörtlichen Einsätzen muss man den TMO Kanal LA# verlassen und z.B. Rgbg# oder SR# wählen. Bei einem Einsatz/Übung wird das “normale” Einsatzstellengespräch über den DMO Kanal 307 gehalten, der Atemschutzfunk auf dem DMO Kanal 309. Der Hintergrund dafür ist, dass die Atemschutztrupps im Innenangriff, bei einer eh schon sehr belastenden Tätigkeit, nicht mit jedem Funkverkehr gestört werden. So werden auf diesem Kanal nur die für diese Trupps relevanten Gespräche gehalten. Der DMO Kanal 310 ist für zusätzliche Einsatzstellenfunkkontakte freigehalten wie z.B. der Verkehrsregelung… Ein kleiner Einblick in die Anzahl der Funkgeräte pro Fahrzeug: Mehrzweckfahrzeug: 5 Handsprechfunkgerät in aktiver Ladestation (herausnehmbar) 2 Fahrzeugfunkgeräte Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug: 6 Handsprechfunkgerät in aktiver Ladestation (herausnehmbar) 1 Fahrzeugfunkgerät Tanklöschfahrzeug: 3 Handsprechfunkgeräte aktiver Ladestation (herausnehmbar) 1 Fahrzeugfunkgerät Gerätewagen: 2 Handsprechfunkgeräte aktiver Ladestation (herausnehmbar) 1 Fahrzeugfunkgerät Funkgeräte in der Einsatzzentrale Der Funktisch in der Einsatzzentrale wurde in Eigenbauweise mit einem Fahrzeugfunkgerät und einem Handsprechfunkgerät ausgestattet. Die beiden Funkgeräte sind in einer aktiven Ladestation eingebaut und mit jeweils mit einer externen Antenne auf dem Gebäudedach versehen. Die Funkgeräte erreichen mit den abgesetzten Antennen auf dem Gebäudedach eine erheblich bessere Funkqualität. Am Funktisch sind jeweils zwei abgesetzte Mikrofone  mit einer Sprechtaste und Lautsprecher mit einem Lautstärkendrehschalter eingebaut. Der Funktisch ermöglicht es uns, bei größeren Einsätzen wie nach heftigen Unwettern, eine zentrale Einsatzleitung der gesamten Einsätze im Ortsbereich Neufahrn im Neufahrner Gerätehaus einzurichten. Über den Fahrzeugfunk und das abgesetzte Fax-Gerät ist es uns möglich mit der Leitstelle zu kommunizieren. Über den Handsprechfunk können dann die Aufgaben, beziehungsweise die Einsatzstellen, an die einzelnen Fahrzeuge vor Ort weiter gegeben werden. Einsatzdatenübermittlung über Fax Im Einsatzfall wird uns automatisch über Fax eine Einsatzübersichts-Seite zugeschickt. Auf dieser Seite sind alle wichtigen Daten, wie der Name des Meldenden, der genaue Einsatzort, die Einsatzart und -stufe, Beschreibung zum genauen Einsatz (z.B. PKW liegt im Graben auf der B15n bei Kilometer 22), den alarmierten Nachbarfeuerwehren mit den jeweiligen Fahrzeugen, sowie die durch die Leitstelle Landshut angeforderten Fahrzeuge der Feuerwehr Neufahrn. Die alarmierten Fahrzeuge zu besetzten gilt es unbedingt einzuhalten, da aus verschiedenen Gründen nämlich nur die alarmierten Löschgruppenfahrzeuge zum Einsatz ausrücken dürfen, nicht aber weitere. Unser Faxgerät in der Umkleide ist gut zu errreichen und so programmiert, dass dieses immer genau 5 Ausdrücke eines einkommenden Fax druckt. Durch diese 5 Ausdrücke steht jedem Fahrzeugführer genau eine Hardcopy mit den wichtigsten Daten zum Einsatz zur Verfügung. Bei größeren Einsätzen mit mehreren Einsatzstellen gleichzeitig kann der Eingang des Fax auf das Faxgerät in der Einsatzzentrale umgestellt werden. Dort wird dann pro Einsatz nur noch eine Seite ausgedruckt. Für mehr Informationen dazu unter:
Einsatzzentrale